News für Produzenten

Grenzschutz - Fluch oder Segen?

Am INFORAMA Seeland findet am Abend des 09. Novembers 2017 das Seeländer Forum zum Thema "Grenzschutz - Fluch oder Segen?" statt. Nach einem Inputreferat von Preisüberwacher Stefan Meierhans findet eine Podiumsdiskussion statt.

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Infoanlass zur Erstellung von Waschplätzen

Am 09. November 2017 findet am Nachmittag am INFORAMA Seeland eine Tagung zum Thema "Waschplätze für Pflanzenschutzspritzen" statt. Der Fokus liegt dabei auf der Vorstellung der verschiedenen Systeme und beim Vorgehen für die Beantragung von kantonalen Beiträgen.

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Schweiz. Natürlich.

Herzlich Willkommen...

... auf der Website der Gemüseproduzenten-Vereinigung der Kantone Bern und Freiburg (GVBF). Zwischen dem Bieler-, Neuenburger- und Murtensee bauen die Seeländer Gemüsegärtner auf etwa 2600 Hektaren Land das ganze Jahr über mehr als 60 verschiedene Gemüsearten an. Täglich frisch, saisongerecht und naturnah produziert.

 

Unter der Rubrik Produzenten finden Sie Fachinformationen über den Gemüseanbau, die Vermarktung und über den Verband (GVBF).

 

Den Gemüsebau hautnah miterlebt

Nach dem grossen „Gmüesfescht“ im Herbst 2014 in Kerzers fand am Wochenende vom 08. bis 10. September 2017 erneut ein „Gmüesfescht uf em Hof“ statt. Die diesjährige Ausgabe hatte jedoch ein kleineres Format und glich einem Tag der offenen Tür auf einem Gemüsebaubetrieb. Es fand während drei Tagen auf dem Hof von Pascal Occhini in Ins statt.


Der Freitag war exklusiv für Schulklassen reserviert. Dabei besuchten 8 Klassen aus Ins und Umgebung den Gemüselehrpfad, welcher vom INFORAMA für das Gmüesfescht erstellt wurde. Die Schüler erhielten so einen spannenden Einblick in die Produktion von Gemüse und Obst. Ab Samstag war der Lehrpfad dann für die breite Öffentlichkeit zugänglich – wobei ein grosser Besucheransturm aufgrund des Wetters leider ausgeblieben ist. Es waren nur einige wenige Besucher zu verzeichnen. So stellte sich bald die Frage, ob sich der grosse Aufwand für das Fest wirklich gelohnt hat. Der Sonntag lieferte darauf eine Antwort. Bei herrlichem Wetter fand eine sehr grosse Anzahl an Besuchern den Weg auf den Gemüsebaubetrieb. Der Lehrpfad war sehr gut besucht, die Festwirtschaft hatte alle Hände voll zu tun. Es wurden viele konstruktive Gespräche mit Konsumenten geführt. Der heutige Gemüsebau konnte verständlich aufgezeigt werden. Viele der Besucher waren von dem grossen Aufwand für die Produktion von Gemüse beeindruckt.

 

Ziel des diesjährigen Gmüesfeschts war es, den Besuchern die heutige Gemüseproduktion näher zu bringen und das Verständnis für die regionale Produktion von Gemüse zu stärken. Dies ist mit dem Event gelungen. Die vielen spannenden Gespräche haben dies bestätigt. Im Frühling 2019 findet voraussichtlich das nächste Gmüesfescht auf einem Betrieb auf der Freiburger Seite des Grossen Mooses statt.

 

Eine Fachreise mit Tiefblick

Mitte September reiste eine Gruppe von Schweizer Gemüseproduzenten für eine viertägige Fachreise ins Knoblauchland, in der Nähe von Nürnberg. Auf der vom INFORAMA und der Liebegg organisierten Reise wurden mehrere Gemüseproduzenten im grössten Gemüseanbaugebiet von Bayern besichtigt. Am vierten Tag fand zudem ein Besuch der Pfälzer Gemüsebautage statt.

 

Interessant waren für die Teilnehmer insbesondere die Vermarktungswege der besichtigten Gemüsebaubetriebe. Die meisten Gemüseproduzenten verkaufen ihre Ware direkt an den Lebensmitteleinzelhandel. Dabei steht der Betriebsname des Produzenten im Vordergrund und ist im Verkaufsregal deutlich ersichtlich. Zum Teil haben die Betriebe sogar eigene Labels. Die Vermarktung über den Zwischenhandel ist im Knoblauchland nur wenig verbreitet.

 

Der ausführliche Reisebericht mit Impressionen der besuchten Betriebe kann untenstehend heruntergeladen werden:

Lehre als Gemüsegärtner/in

Haben Sie Interesse am Beruf des Gemüsegärtners / der Gemüsegärtnerin? Sind Sie noch untentschlossen im Bezug auf Ihre Berufswahl? Vielleicht ist der aussichtsreiche Beruf des Gemüsegärnters / der Gemüsegärtnerin genau der richtige für Sie!

 

Auf der Seite www.gemuese.ch/berufsbildung finden Sie viele nützliche Informationen zum interessanten und abwechslungsreichen Beruf als Gemüsegärtner/in. Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich bitte an den Verband Schweizer Gemüseproduzenten (031 385 36 29 / info@gemuese.ch).

 

Die neue Gemüsebaustrategie 2025 verfolgt klare Ziele

Die 85. Delegiertenversammlung der Schweizer Gemüseproduzenten vom 26. April 2017 widmete sich der Gemüsebaustrategie 2025. Diese verfolgt eine klare Vision, die primär den Mehrwert der einheimischen Gemüseproduktion für Konsumentinnen und Konsumenten aufzeigt und produktionsfreundliche Bedingungen für die Mitglieder schaffen möchte. In diesem Rahmen hielt Franziska Schwarz, Vize-Direktorin des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) nach der DV ein Referat über den Gemüsebau und dessen Umweltherausforderungen.

 

Im Stade de Suisse in Bern startete um 14.00 Uhr die diesjährige Delegiertenversammlung des Verbandes Schweizer Gemüseproduzenten mit rund 200 Teilnehmenden und Gästen. Präsident Hannes Germann eröffnete die Versammlung und betonte, wie wichtig ein starker Verband für die Mitglieder sei. Mit der neuen Gemüsebaustrategie ist der Verband einen Schritt weiter und holt das Beste für seine Mitglieder raus. Der Direktor Jimmy Mariéthoz berichtete über die Herausforderungen, die es im letzten Jahr zu bewältigen gab. Das Tätigkeitsprogramm des VSGP des laufenden Jahres ist ausführlich: Positionierung des Schweizer Gemüses fördern, Garantiemarke SUISSE GARANTIE stärken, Engagement in den Bereichen Raumplanung, Sozial- und Energiepolitik weiterführen, Marketing und Kommunikation weiterentwickeln, Anbau und Forschung weitertreiben, den Markt evaluieren sowie genügend Nachwuchs im Gemüsebau rekrutieren. Für weitere Informationen ist der Jahresbericht auf www.gemuese.ch aufgeschaltet. Die statutarischen Geschäfte wurden einstimmig genehmigt.

 

Kräfte bündeln, innovativ bleiben und Zukunftsperspektiven bieten

Die Gemüsebaustrategie 2025 bietet Zukunftsperspektiven, schafft Synergien und stärkt das Schweizer Gemüse. „Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik kennen den qualitativen, ökologischen und wirtschaftlichen Mehrwert von Schweizer Gemüse und unterstützen produktionsfreundliche Rahmenbedingungen. Schweizer Gemüse wird das ganze Jahr bevorzugt angeboten und konsumiert.“, so lautet die Vision des VSGP. Die Zukunft muss aktiv angegangen werden, um die laufenden Entwicklungen in der Gemüseproduktion zu meistern, ist sich der Verband sicher. Wer erfolgreich sein will, muss innovativ und am Markt bleiben. Im Anschluss an die ordentliche Delegiertenversammlung ging Franziska Schwarz, Vize-Direktorin des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), auf zukünftige Herausforderungen und Spannungsfelder im Bereich Umweltschutz im Gemüsebau ein.

 

Rückblick Generalversammlung 2017

Ende März fand am INFORAMA Seeland in Ins die Generalversammlung der GVBF statt. Die Präsidentin, Nadja Pieren, hatte keine ausserordentlichen Traktanden zu präsentieren und die statutarischen Geschäfte konnten rasch abgehandelt werden. Etwas mehr ausgeholt wurde beim Tätigkeitsprogramm. Hier liegt der Schwerpunkt im Jahr 2017 neben der übrigen Interessensvertretung vor allem auf zwei Projekten: dem „Gmüesfescht uf em Hof“ sowie dem „Pilotprojekt zur Vollkostenkalkulation“.

 

Gmüesfescht uf em Hof

Nach dem erfolgreichen Gmüesfescht im Jahr 2014 will der Verband in diesem Jahr erneut ein „Gmüesfescht uf em Hof“ durchführen, jedoch in einem etwas kleineren Rahmen als vor drei Jahren. Der breiten Bevölkerung sollen vom 08.-10. September 2017 die Tore auf dem Gemüsebaubetrieb von Pascal Occhini in Ins geöffnet werden, um ihnen so einen Einblick in den modernen Gemüsebau zu ermöglichen. Für dieses Gmüesfescht ist die GVBF auf die Mithilfe der Mitglieder angewiesen. Falls Sie uns unterstützen können, finden Sie hier das Anmeldeformular.

 

Vollkostenkalkulation

Beim Pilotprojekt zur Vollkostenkalkulation will die GVBF die Berechnung der genauen Produktionskosten auf den Gemüsebaubetrieben fördern. 12 Pilotbetriebe sollen bei der Berechnung unterstützt werden. In einer späteren Phase soll untersucht werden, ob das Bewusstsein über die genauen Produktionskosten die Tätigkeiten des Betriebsleiters beeinflussen. Insbesondere erhofft man sich durch die Kenntnis der Vollkosten, dass bei den Abnehmern weniger Tiefpreisofferten eingereicht werden und der Preisdruck dadurch etwas reduziert werden kann. Interessierte Betriebe können sich hier anmelden.

 

Feierlicher Abschluss

Abgeschlossen wurde die GV mit der Ehrung der Absolventen der Meisterprüfung Gemüsegärtner aus dem Seeland (Benjamin Kramer, Michael Moser, Raphael Sommer und Fabian Züttel). Im Anschluss an die beiden Versammlungen wurde den Teilnehmenden ein Nachtessen offeriert und der Abend konnte bei spannenden Diskussionen ausgeklungen werden.

 

Als es im Seeland noch Malaria gab...

Ein am 18. März 2017 in der Fachzeitung "Schweizer Bauer" publizierter Artikel erläutert die Entwicklung der fruchtbaren Böden im Grossen Moos. Den Laien mag erstaunen, dass im Seeland noch bis vor 150 Jahren die Malaria-Krankheit kursierte, welche heute vor allem aus den Tropen bekannt ist.

 

Dank den Juragewässerkorrektionen konnte nicht nur die Malaria-Krankheit ausgerottet werden, sondern auch die Moorböden landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Heute wächst im Seeland, dem Gemüsegarten der Schweiz, ungefähr ein Viertel von dem hierzulande produzierten Gemüse.

 

Den Artikel können Sie untenstehend herunterladen.