News für Produzenten

ERFA-Kulturtreffen 2017

Im Jahr 2017 finden am INFORAMA wieder ERFA-Treffen zu Zwiebeln, Karotten und Rosenkohl statt. Die Liste mit den Daten und Themen kann hier heruntergeladen werden.

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Pflichten des Arbeitgebers

Ende Januar fand am INFORAMA Seeland in Ins die Wintertagung Gemüse statt. Die Veranstaltung widmete sich voll und ganz der Unfallverhütung und insbesondere den Pflichten des Arbeitgebers.

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Schweiz. Natürlich.

Herzlich Willkommen...

... auf der Website der Gemüseproduzenten-Vereinigung der Kantone Bern und Freiburg (GVBF). Zwischen dem Bieler-, Neuenburger- und Murtensee bauen die Seeländer Gemüsegärtner auf etwa 2600 Hektaren Land das ganze Jahr über mehr als 60 verschiedene Gemüsearten an. Täglich frisch, saisongerecht und naturnah produziert.

 

Unter der Rubrik Produzenten finden Sie Fachinformationen über den Gemüseanbau, die Vermarktung und über den Verband (GVBF).

Lehre als Gemüsegärtner/in

Haben Sie Interesse am Beruf des Gemüsegärtners / der Gemüsegärtnerin? Sind Sie noch untentschlossen im Bezug auf Ihre Berufswahl? Vielleicht ist der aussichtsreiche Beruf des Gemüsegärnters / der Gemüsegärtnerin genau der richtige für Sie!

 

Auf der Seite www.gemuese.ch/berufsbildung finden Sie viele nützliche Informationen zum interessanten und abwechslungsreichen Beruf als Gemüsegärtner/in. Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich bitte an den Verband Schweizer Gemüseproduzenten (031 385 36 29 / info@gemuese.ch).

 

Wintertagung Gemüse 2017

Ende Januar fand am INFORAMA Seeland in Ins die Wintertagung I statt. Die mit über 160 Teilnehmenden besuchte Veranstaltung widmete sich voll und ganz der Unfallverhütung und insbesondere den Pflichten des Arbeitgebers. 

 

Gerade am Anfang zeigte sich, dass auch Seeländer Gemüseproduzenten sehr interessiert einem Referat von einem Urner Bergbauer und Fleischproduzent folgen können. In seinen eindrücklichen Ausführungen gab nämlich Wisi Zgraggen einen Einblick in sein nicht alltägliches Leben. Vor gut 13 Jahren verlor Zgraggen bei einem Arbeitsunfall mit einer Rundballenpresse beide Arme. Obwohl er von der IV unterstützt worden wäre, war für ihn von vornherein klar den elterlichen Betrieb trotzdem zu übernehmen. Deshalb hat Zgraggen seinen Hof so umstrukturiert, dass er ihn ohne Arme bewirtschaften kann. Wisi Zgraggen verdeutlichte in seinem Referat, trotz Schicksalsschlägen den Mut und Optimismus nie aufzugeben. Diese Botschaft scheint bei den Tagungsteilnehmern angekommen zu sein, denn so ruhig wie bei seinem Referat war es im Saal des INFORAMA wohl noch selten.

 

Das Referat von Wisi Zgraggen zeigte aber auch exemplarisch auf, wie wichtig die Unfallverhütung ist. Als zweiter Referent hat deshalb Markus Stauffer von der Fachstelle Arbeitssicherheit der Kantonspolizei Bern den Gemüseproduzenten etwas „ins Gewissen“ geredet. Denn ein Arbeitgeber hat wichtige Pflichten wahrzunehmen, um Unfälle der Angestellten zu verhindern – und es sind nicht gerade wenige Pflichten. Deshalb hat sich manch einer im Saal gefragt, ob er auf seinem Betrieb überhaupt noch Arbeitnehmende beschäftigen soll.

 

Dass diese Arbeitgeberpflichten mit ein paar gezielten Massnahmen wahrgenommen werden können, zeigte Hans Stadelmann von der BUL in der anschliessenden Präsentation auf. Da das Unfallrisiko beim Antritt einer neuen Stelle überdurchschnittlich hoch ist, stellt eine der wichtigsten Massnahmen die korrekte Einführung von neuen Mitarbeitenden dar. Diese Einführung gilt es am besten auch schriftlich an einem Anschlagsbrett festzuhalten sowie von den Mitarbeitenden unterschreiben zu lassen. Dadurch können sich die Arbeitgeber rechtlich absichern. Einen Textvorschlag dazu finden Sie hier.

 

An der Wintertagung wurde von der GVBF ebenfalls ein Pilotprojekt zur Kalkulation der Produktionskosten vorgestellt. Die GVBF möchte die Betriebsleiter vermehrt dazu bewegen, ihre konkreten Produktionskosten zu berechnen, um den Abnehmern kostendeckende Offerten präsentieren zu können. Dafür sucht der Verband 10 bis 12 Betriebe, welche sich für eine Kostenkalkulation zur Verfügung stellen. Die GVBF beteiligt sich an den Kosten für die Berechnungen. Weitere Infos erhalten Sie an der GV des GVBF vom 31. März 2017. Interessierte Betriebe können sich aber bereits auf der Geschäftsstelle melden (Tel. 032 313 79 79).