News für Produzenten

Wildtierschäden an Gemüsekulturen

Leider kommt es an Gemüsekulturen immer wieder zu kleinen und grossen Schäden durch Wildtiere. Die Wildhüter der Kantone Bern und Freiburg unterstützen Sie gerne bei Problemen mit Wildtieren. Hier finden Sie die Links zum verantwortlichen Wildhüter.

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Pilotprojekt zur Produktionskostenberechnung Gemüse

Die GVBF will in einem Pilotprojekt die Berechnung der genauen Produktionskosten von Gemüse auf den Betrieben fördern. Dafür werden noch Pilotbetriebe gesucht. Melden Sie sich hier, wenn Sie Interesse haben.

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Schweiz. Natürlich.

Herzlich Willkommen...

... auf der Website der Gemüseproduzenten-Vereinigung der Kantone Bern und Freiburg (GVBF). Zwischen dem Bieler-, Neuenburger- und Murtensee bauen die Seeländer Gemüsegärtner auf etwa 2600 Hektaren Land das ganze Jahr über mehr als 60 verschiedene Gemüsearten an. Täglich frisch, saisongerecht und naturnah produziert.

 

Unter der Rubrik Produzenten finden Sie Fachinformationen über den Gemüseanbau, die Vermarktung und über den Verband (GVBF).

Nationaler Schnuppertag Gemüsegärtner/innen

Nach der erfolgreichen Durchführung der Schnuppertage im letzten Jahr, wird am 30. Mai 2017 erneut ein nationaler Schnuppertag für angehene Gemüsegrätner/innen durchgeführt.

 

Die Aktion hat zum Ziel, interessierten Jugendlichen einen Einblick in den Alltag eines Gemüsegärtners zu geben und diesen Beruf mit Zukunft bekannter zu machen. Der Branche fehlen noch immer jedes Jahr gut ausgebildete Fachkräfte. Der Beruf des Gemüsegrätners weist deshalb gute Perspektiven auf - Lehrabgänger haben oft bereits vor dem Lehrabschluss eine Festanstellung auf sicher. Zudem gibt es ein gutes Weiterbildungsangebot. Weitere Infos zum Beruf finden sie im aktuellen Flyer oder beim Verband Schweizer Gemüseproduzenten.

 

Anmeldung zum Schnuppertag:

Interessierte Jugentliche und Schulen melden sich bis am 12.05.2017 direkt beim Betrieb ihrer Wahl an. Eine Liste mit den Betrieben finden Sie untenstehend.

Fachreise Bayern und Pfalz

Das INFORAMA Seeland und das landwirtschaftliche Zentrum LIEBEGG organisieren vom 11. bis 14. September 2017 zusammen eine viertägige Gemüsebau-Fachreise nach Deutschland. Besichtigt werden Bayerns grösstes zusammenhängendes Gemüseanbaugebiet zwischen Nürnberg und Fürth. Das Knoblauchsland, mit über 2000 Hektar muss dem stetig wachsenden Siedlungs-und Umweltdruck standhalten. Die ansässigen Gemüseproduzenten investieren im Gegenzug in den Bau neuer Gewächshäuser.

An zwei Tagen werden unterschiedliche Betriebe mit Freilandanbau sowie Gewächshausproduktion besichtigt. Eine Stadtführung durch die Altstadt von Nürnberg steht ebenfalls auf dem Programm. Den letzten Tag der Reise verbringen wir bei den Pfälzer Gemüsebau-Feldtagen.

 

Weitere Informationen sowie das Detailprogramm finden Sie im untenstehenden Flyer:

Rückblick Generalversammlung 2017

Ende März fand am INFORAMA Seeland in Ins die Generalversammlung der GVBF statt. Die Präsidentin, Nadja Pieren, hatte keine ausserordentlichen Traktanden zu präsentieren und die statutarischen Geschäfte konnten rasch abgehandelt werden. Etwas mehr ausgeholt wurde beim Tätigkeitsprogramm. Hier liegt der Schwerpunkt im Jahr 2017 neben der übrigen Interessensvertretung vor allem auf zwei Projekten: dem „Gmüesfescht uf em Hof“ sowie dem „Pilotprojekt zur Vollkostenkalkulation“.

 

Gmüesfescht uf em Hof

Nach dem erfolgreichen Gmüesfescht im Jahr 2014 will der Verband in diesem Jahr erneut ein „Gmüesfescht uf em Hof“ durchführen, jedoch in einem etwas kleineren Rahmen als vor drei Jahren. Der breiten Bevölkerung sollen vom 08.-10. September 2017 die Tore auf dem Gemüsebaubetrieb von Pascal Occhini in Ins geöffnet werden, um ihnen so einen Einblick in den modernen Gemüsebau zu ermöglichen. Für dieses Gmüesfescht ist die GVBF auf die Mithilfe der Mitglieder angewiesen. Falls Sie uns unterstützen können, finden Sie hier das Anmeldeformular.

 

Vollkostenkalkulation

Beim Pilotprojekt zur Vollkostenkalkulation will die GVBF die Berechnung der genauen Produktionskosten auf den Gemüsebaubetrieben fördern. 12 Pilotbetriebe sollen bei der Berechnung unterstützt werden. In einer späteren Phase soll untersucht werden, ob das Bewusstsein über die genauen Produktionskosten die Tätigkeiten des Betriebsleiters beeinflussen. Insbesondere erhofft man sich durch die Kenntnis der Vollkosten, dass bei den Abnehmern weniger Tiefpreisofferten eingereicht werden und der Preisdruck dadurch etwas reduziert werden kann. Interessierte Betriebe können sich hier anmelden.

 

Feierlicher Abschluss

Abgeschlossen wurde die GV mit der Ehrung der Absolventen der Meisterprüfung Gemüsegärtner aus dem Seeland (Benjamin Kramer, Michael Moser, Raphael Sommer und Fabian Züttel). Im Anschluss an die beiden Versammlungen wurde den Teilnehmenden ein Nachtessen offeriert und der Abend konnte bei spannenden Diskussionen ausgeklungen werden.

 

Als es im Seeland noch Malaria gab...

Ein am 18. März 2017 in der Fachzeitung "Schweizer Bauer" publizierter Artikel erläutert die Entwicklung der fruchtbaren Böden im Grossen Moos. Den Laien mag erstaunen, dass im Seeland noch bis vor 150 Jahren die Malaria-Krankheit kursierte, welche heute vor allem aus den Tropen bekannt ist.

 

Dank den Juragewässerkorrektionen konnte nicht nur die Malaria-Krankheit ausgerottet werden, sondern auch die Moorböden landwirtschaftlich nutzbar gemacht werden. Heute wächst im Seeland, dem Gemüsegarten der Schweiz, ungefähr ein Viertel von dem hierzulande produzierten Gemüse.

 

Den Artikel können Sie untenstehend herunterladen.

Wintertagung Gemüse 2017

Ende Januar fand am INFORAMA Seeland in Ins die Wintertagung I statt. Die mit über 160 Teilnehmenden besuchte Veranstaltung widmete sich voll und ganz der Unfallverhütung und insbesondere den Pflichten des Arbeitgebers. 

 

Gerade am Anfang zeigte sich, dass auch Seeländer Gemüseproduzenten sehr interessiert einem Referat von einem Urner Bergbauer und Fleischproduzent folgen können. In seinen eindrücklichen Ausführungen gab nämlich Wisi Zgraggen einen Einblick in sein nicht alltägliches Leben. Vor gut 13 Jahren verlor Zgraggen bei einem Arbeitsunfall mit einer Rundballenpresse beide Arme. Obwohl er von der IV unterstützt worden wäre, war für ihn von vornherein klar den elterlichen Betrieb trotzdem zu übernehmen. Deshalb hat Zgraggen seinen Hof so umstrukturiert, dass er ihn ohne Arme bewirtschaften kann. Wisi Zgraggen verdeutlichte in seinem Referat, trotz Schicksalsschlägen den Mut und Optimismus nie aufzugeben. Diese Botschaft scheint bei den Tagungsteilnehmern angekommen zu sein, denn so ruhig wie bei seinem Referat war es im Saal des INFORAMA wohl noch selten.

 

Das Referat von Wisi Zgraggen zeigte aber auch exemplarisch auf, wie wichtig die Unfallverhütung ist. Als zweiter Referent hat deshalb Markus Stauffer von der Fachstelle Arbeitssicherheit der Kantonspolizei Bern den Gemüseproduzenten etwas „ins Gewissen“ geredet. Denn ein Arbeitgeber hat wichtige Pflichten wahrzunehmen, um Unfälle der Angestellten zu verhindern – und es sind nicht gerade wenige Pflichten. Deshalb hat sich manch einer im Saal gefragt, ob er auf seinem Betrieb überhaupt noch Arbeitnehmende beschäftigen soll.

 

Dass diese Arbeitgeberpflichten mit ein paar gezielten Massnahmen wahrgenommen werden können, zeigte Hans Stadelmann von der BUL in der anschliessenden Präsentation auf. Da das Unfallrisiko beim Antritt einer neuen Stelle überdurchschnittlich hoch ist, stellt eine der wichtigsten Massnahmen die korrekte Einführung von neuen Mitarbeitenden dar. Diese Einführung gilt es am besten auch schriftlich an einem Anschlagsbrett festzuhalten sowie von den Mitarbeitenden unterschreiben zu lassen. Dadurch können sich die Arbeitgeber rechtlich absichern. Einen Textvorschlag dazu finden Sie hier.

 

An der Wintertagung wurde von der GVBF ebenfalls ein Pilotprojekt zur Kalkulation der Produktionskosten vorgestellt. Die GVBF möchte die Betriebsleiter vermehrt dazu bewegen, ihre konkreten Produktionskosten zu berechnen, um den Abnehmern kostendeckende Offerten präsentieren zu können. Dafür sucht der Verband 10 bis 12 Betriebe, welche sich für eine Kostenkalkulation zur Verfügung stellen. Die GVBF beteiligt sich an den Kosten für die Berechnungen. Weitere Infos erhalten Sie an der GV des GVBF vom 31. März 2017. Interessierte Betriebe können sich aber bereits auf der Geschäftsstelle melden (Tel. 032 313 79 79).